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Rolligkeit

Den einschlägigen ›Gesang‹, der von der Paarungszeit der Katzen kündet, hat sicher jeder schon einmal gehört, aber selbst unter Katzenbesitzern herrschen manchmal doch ungenaue Vorstellungen und Begriffsverwirrungen in diesem Zusammenhang.

Der Begriff ›Rolligkeit‹ bezeichnet die Zeit der Paarungsbereitschaft der weiblichen Katze, rollige Kater gibt es also nicht, obwohl sie es natürlich als allererste bemerken, wenn sich eine Kätzin in diesem für sie äußerst attraktiven Zustand befindet.

Die Anzeichen der Rolligkeit können zwar in Stärke und Ausprägung individuell stark variieren, typisch sind jedoch: Unruhe, verstärktes Schmusen und Suchen von Körperkontakt, häufigeres Miauen oder auch  Lautäußerungen in tieferer Tonlage (›rufen‹), Hinterteil und Schwanz werden gern in die Höhe gereckt und die Bezeichnung Rolligkeit kommt vom oft auffälligen Spielen (›Rollen‹) am Boden. Viele Katzen fressen in dieser Zeit auch weniger, manche werden unsauber, hinterlassen also Urin auch einmal außerhalb der Toilette.

Katze und Kater werden beide mit durchschnittlich 6-8 Monaten geschlechtsreif (die Spannweite kann zwischen 4 und 15 Monaten liegen) und so fällt die erste Rolligkeit der Katze in dieses Alter. Sie wird aber auch von anderen Faktoren mitbestimmt: der Rasse, dem Entwicklungsstand des Tieres sowie der Tageslichtlänge, die bereits im Spätwinter deutlich zunimmt. So werden die meisten der im Frühjahr und Sommer des vorangegangenen Jahrs geborenen Katzen im nächsten Februar oder März erstmalig rollig, einige schon im Januar oder erst im April. Von diesem Zeitpunkt an folgen die Rolligkeiten dann in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen, abgesehen von einer eventuellen ›Winterpause‹, die vor allem überwiegend freilebende Katzen etwa von Oktober bis Januar einlegen. Eine normale Rolligkeit dauert 5-7 Tage. Der Abstand zwischen zwei Rolligkeiten liegt meist bei etwa 2-3 Wochen (sofern es nicht zu einer Trächtigkeit gekommen ist), kann aber auch größer sein.

Eine arttypische Besonderheit ist, dass es bei Katzen im Gegensatz zu vielen anderen Säugetieren keinen ›programmierten‹ Zyklus mit Ovulation (Eisprung) gibt, sondern letztere wird durch den Deckakt selbst ausgelöst. Kommt es nun nicht zu einem solchen, findet in den meisten Fällen auch kein Eisprung statt, und die  Natur versucht sich zu ›helfen‹, indem die Rolligkeiten in immer kürzeren Abständen aufeinanderfolgen, ja oft auch in eine sogenannte Dauerrolligkeit übergehen.

Bei manchen Katzen verläuft die Rolligkeit relativ still, aber es kann auch sein, dass dieser sich ständig wiederholende Zustand (erst recht die Dauerrolligkeit) eine ziemliche Belastung und Nervenprobe für den Besitzer - und seine Nachbarn - wird. Im übrigen auch für die Katze, wenn sie ihren natürlichen Trieben folgen möchte, aber nicht kann. Hinzu kommt aus medizinischer Sicht, dass die gebildeten Follikel nach einer Rolligkeit ohne Bedeckung oft nicht vollständig zurückgebildet werden. Dies kann zu Eierstockszysten, Dauerrolligkeit und eventuellen Erkrankungen der Gebärmutter führen. 

Die Möglichkeiten, Rolligkeit und auch ungewollten Katzennachwuchs zu verhindern, werden unter »Familienplanung«/Kastration genauer beleuchtet.

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