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Durch den Winter

Fütterung

Tiere, die überwiegend im Freien leben oder sich einen großen Teil des Tages dort aufhalten, brauchen in der kalten Jahreszeit entsprechend etwas energiereicheres Futter als in der warmen. Bei Tieren, die sich nicht oder nur eine begrenzte Zeit im Freien aufhalten, ist es im Winter prinzipiell nicht nötig, anders zu füttern. Ein paar Besonderheiten gibt es dennoch: Meerschweinchen können nicht, wie andere Haustiere, Vitamin C selbst bilden. Im Winter, wenn Grünfutter spärlich ist und alles Gemüse aus dem Gewächshaus kommt, kann es notwenig sein, es z.B. in Tropfenform zusätzlich zu verabreichen. 

Bei Hunden und Katzen ist bei sehr starkem Fellwechsel oder generell bei Problemen mit Haut und Haar möglicherweise ein Ergänzungsfuttermittel mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren hilfreich. Entgegen mancher Ansicht sind diese in Pflanzen- oder Salatölen nur in sehr geringen Mengen vorhanden.

›Winterspeck‹

Bei schlanken und normalgestalteten Hunden und Freigängerkatzen kann eine geringgradige Gewichtszunahme im Winter als normal und nicht schädlich angesehen werden. Die Tiere bewegen sich weniger und außerdem dient eine kleine Fettschicht der Wärmedämmung und als Energiereserve. Sie wird im kommenden Frühjahr durch mehr Bewegung wieder abtrainiert. Bei reinen Wohnungstieren und erst recht bei schon gut genährten oder gar übergewichtigen Tieren sollte eine weitere Gewichtszunahme im Winter allerdings nicht als Winterspeck verharmlost und auch nicht geduldet oder gefördert werden. 

Klirrende Kälte

Unsere Haustiere vertragen Kälte besser als gemeinhin angenommen. Voraussetzung ist, dass Katzen schon in den Monaten zuvor durch Freigang, Kaninchen durch Haltung im Außenstall die Gelegenheit haben, sich an die sinkenden Temperaturen anzupassen und ein dichtes Winterfell auszubilden. Für eine Umstellung von Innen- auf Außenhaltung ist der Winter  selbstverständlich nicht die geeignete Jahreszeit.

Bei sehr fein- und kurzhaarigen Hunden sollten die Spaziergänge bei Frost und Kälte nicht zu lange dauern, um Erfrierungen an Pfoten und Ohren zu vermeiden, auch kann hier eine Decke oder ein Mäntelchen sinnvoll sein, wie auch bei alten oder kränklichen Tieren. Im allgemeinen ist dies jedoch nicht nötig, die meisten Hunde sind mit ihrem Fell bestens geschützt. Wichtig ist, die Tiere draußen gut in Bewegung halten und nicht lange irgendwo herumsitzen lassen (auch nicht im Auto), vor allem wenn sie nass geworden sind. Dann sollte man sie bei der Rückkehr auch abtrocknen. Für die Behausung bzw. Ruheplätze aller Tiere gilt: Zugluft und Nässe sind unbedingt zu vermeiden.

Typische Erkrankungen im Winter

Während des Winters und auch der Übergangszeit treten bei Hund und Katze wie auch beim Menschen Infekte der Atemwege häufiger auf, sowie beim Hund Magen-Darmentzündungen, vor allem durch Schneefressen. Letzteres ist eine weitverbreitete Angewohnheit, von der man seinen Hund möglichst durch Ablenkung oder Tadel abhalten sollte. Auch das Fangen von Schneebällen mag für den Hund sehr vergnüglich sein, provoziert aber oft das Abschlucken von Schnee. Besser ist es, auch im Winter auf den Ball oder sonstiges Wurfgeschoss zurückzugreifen. Bei Beschwerden wie z.B. Niesen, Husten, Würgen, Augen- und Nasenausfluß, Erbrechen, vermindertem Allgemeinbefinden, also Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und eventuell Fieber ist ein  Tierarztbesuch angeraten. Die Grenze zu erhöhter Temperatur liegt beim Hund übrigens bei ca. 39°C, bei der Katze bei ca. 39-39,2°C. Dies sollte mit einem Fieberthermometer im After des Tieres gemessen werden. Das beliebte Kriterium von Temperatur und Feuchtigkeit der Nase kann allein übrigens keinen Aufschluß geben. Auch kranke Tiere können eine feuchte, kühle Nase haben und nicht jedes Tier mit einer trockenen Nase ist krank.

Frische Luft, Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und eine möglichst nicht überheizte Wohnung sind dem Immunsystem unserer Haustiere genauso zuträglich wie dem unsrigen.

Fußpflege

Im Zeitalter von Splitt, Lauge und Streusalz sollten die Pfoten von Hund und Katze regelmäßig kontrolliert werden. Vor allem bei Hunden kann es durch kleine Risse, Entzündungen und wunde Stellen zu Beschwerden kommen. Vorbeugen und lindern kann man mit dem regelmäßigen Auftragen von Melkfett, Vaseline oder Pfotenschutzmitteln, um die Ballen zu schützen und geschmeidig zu halten. Unbedingt empfehlenswert ist auch das Waschen der Füße nach dem Spaziergang, um Salz und auch eventuell gebildete Eisklümpchen zu entfernen. Letztere bilden sich besonders schnell, wenn ein starker Haarwuchs zwischen den Zehenballen vorhanden ist, dieser kann vorsichtig gekürzt werden. In besonders schweren Fällen und schon vorhandenen Verletzungen sind fürs ›Ausgehen‹ Hundeschuhe zu empfehlen.

Kontakt

Tierärztliche Gemeinschaftspraxis
Dr. Isabel Göpner & Dr. Silke Schroth
Kröbelstraße 11
04317 Leipzig  (Stadtteil Reudnitz-Thonberg)

Telefon:0341 – 22 54 153
Fax:0341 – 22 54 156
E-Mail: kontakt@hund-katze-maus.net

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Montag: 09.00 – 12.00 & 15.00 – 20.00 Uhr
Dienstag: 09.00 – 12.00 & 15.00 – 18.00 Uhr
Mittwoch: 09.00 – 12.00 & 15.00 – 20.00 Uhr
Donnerstag: 09.00 – 12.00 & 15.00 – 18.00 Uhr
Freitag: 09.00 – 12.00 & 15.00 – 18.00 Uhr
Samstag: 09.00 – 12.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Wichtig

Alle auf dieser Website befindlichen Informationen über Symptome, Diagnostik und Therapie von Erkrankungen dienen der ergänzenden Information unserer Tierbesitzer. Sie sollen keinesfalls eine Anleitung zur Eigendiagnose und -behandlung darstellen und ersetzen NICHT die fachkundige Untersuchung und Behandlung, also den Besuch beim Tierarzt.